Zukunftswerkstatt für Krefeld

Zukunftswerkstatt für Krefeld
© IHK

Die Industrie in Krefeld blickt auf eine lange Tradition zurück – weltweit berühmt wurde die Samt- und Seidenstadt durch die Textilindustrie. Seitdem hat sich viel verändert. Doch wie sieht die Zukunft der Krefelder Industrie aus? Welche Chancen gibt es, den Wandel zu gestalten? Welche Befürchtungen und Wünsche der Bürgerschaft sollen berücksichtigt werden? Welchen Beitrag kann die Industrie für die Bürgerschaft leisten? Diesen Fragen wurden währedn der Zukunftswerkstatt diskutiert.

Was ist eine Zukunftswerkstatt?


Die Zukunftswerkstatt ist eine kreative Ideenschmiede, in der sich Plenarphasen und Gruppenarbeitsphasen abwechseln. Dieses Dialogformat ermöglicht die gemeinsame Bearbeitung und die aktive Beteiligung aller Teilnehmenden.
Sie ist in verschiedenen Phasen aufgeteilt:

  • Kritikphase - Wie ist die Situation in Krefeld?
  • Visionsphase - Es wäre schön, wenn …!
  • Realisierungsphase -Was können wir gemeinsam umsetzen?

Die Initiative Zukunft durch Industrie - Krefeld lud Krefelder Unternehmer, Schüler, Hochschule, Sozialeinrichtungsvertreter, Politik und Bürger ein, um gemeinsam die Krefelder Potentiale in einer Zukunftswerkstatt zu diskutieren. Dieser Einladung folgten rund 100 Menschen und fanden sich am 30. Juni 2017 bei XCMG Europe GmbH im Europark Fichtenhain ein.

Doch nicht nur menschliche Vertreter waren eingeladen, um an der Veranstaltung teilzunehmen. Ein Sondergast gab es, der egal wo er auftaucht die gesamte Aufmerksamkeit auf sich zieht: Pepper.
Auf der Computermesse Cebit war er der heimliche Star, begrüßte unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel. Und auch bei seinem jüngsten Auftritt stahl er so manchem auf der Bühne die Schau, darunter Oberbürgermeister und Schirmherr Frank Meyer sowie den beiden ZdI-Sprechern Ralf Köpke (DGB Krefeld) und Detlev G. Moritz (GEMO G. Moritz GmbH & Co. KG). Doch das nahm ihm keiner übel. Zeigte der 120 cm große, weiße Roboter mit den großen Kulleraugen doch anschaulich, welche Aufgabe auf die rund 100 Teilnehmer in den kommenden Stunden zukommen sollte: ein Zukunftsbild für die Krefelder Industrie zu erarbeiten.

Ergebnisse

In den kommenden Stunden entstanden in den einzelnen Gruppen ähnliche Ideen. Allen Beteiligten liegt es am Herzen, Schüler schon frühzeitig für Industrieberufe zu begeistern, mehr Praxis in das Schulsystem zu bringen und Studierende beziehungsweise Absolventen der Hochschule Niederrhein in der Stadt zu halten. Dazu solle die Innenstadt mehr zu einem Bildungsstandort werden. Angeregt wurde auch die Gründung eines Bildungsfonds, um Schulen zukunftsfähig zu machen. So könnten dem demografischen Wandel und dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden. Zum Stichwort „eMobilität“ wurde ebenfalls viel diskutiert. Die Forderung: neue Verkehrsstrukturen schaffen, Umweltbela-tung reduzieren und die Erreichbarkeit zwischen Heim, City und Büro erhöhen. Nachgedacht werden soll unter anderem über teilautonome Fahrgastzellen und Miet-Bikes. Auch der Abbau von Bürokratie war ein Thema der „Zukunftswerkstatt“. Gefordert wurden unter anderem vereinfachte und digitalisierte Prozesse zwischen Unternehmen und Verwaltung. Außerdem soll ein Strategie- und Positionspapier erarbeitet sowie eine Person benannt werden, die dafür verantwortlich zeichnet.

Wie geht es weiter?

Es wurde direkt abgefragt, wer sich für welche Themen weiter interessiert und so wird es nach den Sommerferien ein Follow-up geben.